Unterwegs

Allgemein

Frühlingserwachen an der Lenne

Impressionen eines schönen Tages im April

Als ich nach dem langen Winter in diesem Jahr zum zweiten mal zum Fischen an die Lenne kam, musste ich unweigerlich an Johann Wolfgang von Goethes „Osterspaziergang“ im Faust denken: „Vom Eise befreit sind Strom und Bäche, durch des Frühlings holden, belebenden Blick. Im Tale grünet Hoffnungsglück…….“

Die wärmenden langen Sonnentage des Frühjahres haben das Leben an der Lenne innerhalb nur kurzer Zeit mächtig erwachen lassen. Überall grünt und blüht es. Die Vögel zwitschern und singen. Die ersten Eintags- und Köcherfliegen fliegen umher und werden leichte Beute der wartenden Bachstelzen und Uferschwalben.

Der Wasserstand der Lenne ist durch die vorangegangene lange Trockenperiode extrem niedrig. Das durch die kühlen Nächte noch relativ kalte Wasser fließt klar wie Gin und fast jeder Stein in den flacheren Flusspassagen ist deutlich erkennbar. Forellen oder Äschen lassen sich in den tieferen Rinnen jedoch nicht ausmachen. Nur die Barben verraten ihre Anwesenheit und Aktivität durch das deutliche „Blitzen“ ihrer golden schillernden Flanken.

Baetis rhodani, imago, male

Um die Mittagszeit steigen die ersten Fische nach schlüpfenden Eintagsfliegen der Gattung Baetis rhodani. In der Lenne ist sie eine der ersten Eintagsfliegen im Zyklus des Jahres.
Ein entsprechendes Muster verfehlt seine Wirkung nicht und bringt die ersten schönen Fische dieser jungen Fischereisaison.

Oft sitze ich aber auch nur am Ufer, lausche dem Plätschern des Flusses, höre innig dem Gesang der Vögel zu und beobachte das Treiben im und auf dem Wasser.
Ich freue mich, endlich wieder in der Natur an „meiner“ Lenne zu sein.

Lassen Sie sich von den folgenden Frühlingsbildern dazu ermuntern den Frühling auch an Ihrem Gewässer zu erleben; ganz getreu dem Gedicht von Goethe: „Zufrieden jauchzet groß und klein: Hier bin ich Mensch, hier darf ich´s sein!“

Weitere Fotos der Lenne mit Impressionen aus allen Jahreszeiten finden Sie in der Bildergalerie .