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Im Fjord und an den Küsten / Dänemark April 2009

Im April 2009 verbrachten wir wieder unseren Angelurlaub an den Küsten Südjütlands. Mit von der Partie waren wiederum neben meiner Frau und mir „Bäckerbernd“ und Jürgen aus Bocholt. Wie schon so oft, wollten wir auch in diesem Frühjahr mit unseren Fliegenruten den Meerforellen nachstellen und dabei Erholung und Muße in der schönen Natur finden.
Ein seit Tagen wehender frischer Ostwind erschwerte uns das Fliegenfischen an den Stränden der offenen Küsten aber so sehr, dass dort ein effektives Fliegenfischen nicht möglich war.
Auf der Suche nach windunabhängigeren, alternativen Angelstellen mit Hilfe unserer Angelführerbroschüre erfuhren wir, dass in den Fjorden auch gutes Fliegenfischen möglich sein soll.
Also nichts wie hin, denn der Wind schien dort weniger zu stören.

Am Wasser angekommen, fanden wir den typischen Fjorduntergrund vor: Teils schlammiger Sandboden mit vielen Muscheln, wenigen Steinen und vereinzelten Seegraswiesen. Den charakteristischen sog. Leopardengrund, der uns bisher als Indiz für das Vorhandensein der Meerforellen diente, vermissten wir hier. Leicht enttäuscht von den Bodenverhältnissen und etwas demotiviert, wateten wir in das verhältnismäßig flache, von Sandbänken und Rinnen durchzogene, Gewässer. Tiefere Gewässerbereiche zeichneten sich mit dunkler grüner Farbe deutlich von den Flachwasserzonen ab. Am Ufer fanden sich dichte Schilfbestände, die erkennen ließen, dass hier der Salzgehalt des Wassers geringer ist, als in den Belten und Sunden.

Sollten an diesen Stränden mit dem seichteren Wasser und relativ eintönigen Untergrund tatsächlich Meerforellen zu fangen sein? Skeptisch brachten wir unsere Fliegenschnüre mit den Garnelenfliegen am langen Vorfach aus.
Ausdauernd strippten wir dennoch unsere Fliegenschnüre in den Schnurkorb, aber bis auf einen gehakten sog. kleinen „Grönländer“ waren unsere Bemühungen ohne Erfolg.

Nun gut, wir haben ja Urlaub, also erst einmal etwas entspannen und unsere mitgebrachte Speisen und Getränke verzehren.

Frisch gestärkt und mit neuer Zuversicht ging es wieder hinaus in den Fjord und beharrlich verrichteten wir unsere „Wurfübungen“.
Immer wieder warfen wir unsere Garnelenfliegen in die Nähe der ausgemachten Muschel- und Tangfelder und trotz verschieden gewählter Einstrippgeschwindigkeiten der Fliegenschnur, konnten wir keinen Fisch von unserem verlockenden Fliegenangebot überzeugen.
Doch da, wie aus heiterem Himmel, Biss!!! Bernds Fliegenrute bog sich zum Halbkreis. Ein starker Fisch hatte seine Garnelenimitation genommen und mit „singender“ Bremse sauste die Schnur von seiner Fliegenrolle. „Das gibt’s doch nicht, das muss gefilmt werden“ war mein spontaner Ausruf. Bernd war die Anspannung anzusehen, denn so einen großen Fisch hatte er bisher an der Küste noch nie an der Fliege. Nach langen bangen Minuten konnte Bernd endlich den Fisch glücklich in den Kescher bringen. Seine und unsere Freude über eine große „korpulente“ Regenbogenforelle von gut drei Kilogramm war riesengroß!!

Na bitte, geht doch!!

Bernds 3 Kg Regenbogenforelle

Bernds 3 Kg Regenbogenforelle

Regenbogenforelle (Ausreißer!) von 3 Kg

Regenbogenforelle (Ausreißer!) von 3 Kg

Wir fingen in dieser erlebnisreichen Woche noch einige schöne Meerforellen im Fjord und an den Küsten, aber Bernds tolle Regenbogenforelle blieb mit Abstand der größte Fisch des Urlaubs.